Archiv für den Monat: September 2019

Die Zeigefinger zweier Hände berühren sich

Humanisten vs. Religionsphilosophen

Rezension zweier Abend-Veranstaltungen in Berlin und Leipzig

Die Zeigefinger zweier Hände berühren sich
(Foto: Pixabay, gemeinfrei)

In der vergangenen, 39. Kalenderwoche dieses Jahres 2019 besuchte in an zwei Tagen hintereinander zwei Veranstaltungen, die inhaltlich sehr eng miteinander verwandt waren und doch von ihren Grund-Standpunkten her kaum weiter auseinanderliegen konnten.

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Manhattan, New York/USA von New Jersey über den Hudson River gesehen

The Kitchen: Queens of Crime

Filmkritik zur Sneak-Preview eines New York Midtown Action-Dramas

Manhattan, New York/USA von New Jersey über den Hudson River gesehen
(Original-Foto; Pixabay, gemeinfrei)

Für einen Europäer mag es sonderbar anmuten, wenn er sich die reißbrettartige Raumaufteilung der US-Finanzmetropole nach ethnischen Zugehörigkeiten vor Augen führt. Dass in einem Schmelztiegel wie New York darüberhinaus nicht nur Glamour und Reichtum herrschen, ist schon viel einfacher nachzuvollziehen. So sind die Grundzutaten für dieses vielschichtige Anti-Märchen auch schon beschrieben: Zugehörigkeit und Verteilung, Integrität und Kampf.

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Spitzenkleid mit Blut befleckt

Ready or not

Filmkritik zur Sneak-Preview einer US-Horrorkomödie

Spitzenkleid mit Blut befleckt
(Original-Foto: Daria Sannikova, Pexels, CC0)

Es ist offenbar die Zeit der galoppierenden Unappetitlichkeiten. Man findet zu diesem Film hingeworfene Brocken wie „schwarze Komödie“ und „humorvoller Horror“. Was einen tatsächlich erwartet ist ein waschechter Splatterfilm. Wenn man also austretende Gedärme, zertrümmerte Schädel, durchschossene Hände und abgetrennte Köpfe sehen mag, dann ist dieser Film genau das Richtige! Bewaffnet mit Popcorn in der einen, dem Liter-Becher Cola in der anderen Hand, wird man voll auf seine Kosten kommen.

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Seifenblase vor unscharfem Hintergrund

Vom Loslassen

Kontemplation über einen häufig benutzten, geliebten, gehassten und missverstandenen Begriff

Seifenblase vor unscharfem Hintergrund
Losgelassen zu haben, kann manchmal ganz einfach sein (Foto:Kasjan Farbisz, Pixabay, CC0)

Nur wenige Begriffe üben im Kanon der einschlägigen Lebenshilfeliteratur eine solche Magie aus wie das ’Loslassen‘. Liegt es daran, dass schon viele Weise über die Jahrhunderte sich darüber geäußert haben? Oder ist es der Kitzel der relativen Unerreichbarkeit, der das eigentlich profane Verb zum Zauberspruch erhebt? Entfacht die Spannung zwischen hehrem Anspruch und frustrierender Realität dieses einfach scheinenden Appells in uns ein Feuer, Liebgewonnenes auf den Prüfstand zu stellen? Oder hemmt uns unsere Fähigkeit, diese banale Übung zu meistern, auf Jahre, gar Jahrzehnte?

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