Gedanken zu einem Sneak-Preview-Film
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Eine Station in einem Krankenhaus. Menschen. Geschichten. Perspektiven. Das Leben… – und der Tod. Was zunächst einmal wie ein dramaturgisches Standardsetting aussieht, formt der dänische Spielfilm „Nachbeben“ (Originaltitel: „Det andet offer“, engl. „Second Victims“) aus dem Jahr 2025 schon in den ersten zehn Minuten zum unbequemen Ausgangspunkt für schicksalhafte Weichenstellungen. Die spezielle Location, eine Neurologische Abteilung, ist in dem 92 Minuten langen Streifen dabei bei Weitem nicht bloße Kulisse, nicht nur schmückender Austragungsort einer routinierten Drehbuchhandlung, sondern vielmehr ein Verdichtungsraum, in dem Krankheit, Hoffnung, Überforderung, Verantwortung, Wut, Scham und Mitgefühl in hoher Schlagzahl und ohne Aussicht auf Atempausen aufeinanderprallen.
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